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Rheumatoide Arthritis muss kein Hinderungsgrund sein, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Jedoch ist es ratsam für Frauen mit Rheuma, sich vor einer geplanten Schwangerschaft umfassend zu informieren und den Therapieplan mit ihrem behandelnden Arzt abzustimmen. Da einige Medikamente dem ungeborenen Kind schaden können, müssen sie bereits vor einer Schwangerschaft abgesetzt werden. Im Arztgespräch lassen sich wichtige Fragen klären, beispielsweise:
Warum manche Menschen an Rheumatoider Arthritis erkranken, ist bis heute nicht geklärt. Man vermutet, dass auch die Gene etwas damit zu tun haben. Sehr viele Rheumatiker bringen jedoch ganz normale gesunde Kinder zur Welt. Tritt die Rheumatoide Arthritis besonders häufig in der Familie auf oder ist sie stark ausgeprägt, empfiehlt es sich, das Risiko für das Kind noch einmal ganz genau mit dem behandelnden Rheumatologen oder Frauenarzt zu besprechen.
Einige Medikamente verringern die Fortpflanzungsfähigkeit, und das nicht nur bei der Frau. Beim Mann kann z.B. die Bildung von Samenzellen beeinträchtigt sein. Bei einem Kinderwunsch muss deshalb manchmal die Behandlung angepasst werden.
Es heißt, ein Kind zu bekommen ist eine der natürlichsten Sachen der Welt. Für den Körper ist diese Zeit jedoch eine große Belastung. Besonders, wenn er bereits damit beschäftigt ist, eine chronische Krankheit, wie die Rheumatoide Arthritis, in Schach zu halten. Daher ist eine Phase mit niedriger Krankheitsaktivität ein günstiger Zeitpunkt für eine Schwangerschaft.
Ist keine Schwangerschaft geplant und treten gerade häufiger Rheuma-Schübe auf, empfiehlt sich eine sichere Empfängnisverhütung.
In der Schwangerschaft gilt es, das ungeborene Baby vor möglichen Gefahren zu schützen. Bestimmte Medikamente, wie Methotrexat, müssen sogar einige Zeit vor der Empfängnis abgesetzt werden. Deshalb sollte eine Schwangerschaft geplant und der Kinderwunsch mit dem Arzt besprochen werden.
Frauen mit Rheumatoider Arthritis haben gute Chancen, dass sich ihre Symptome während einer Schwangerschaft verbessern. Bei etwa 80 Prozent verläuft diese Zeit auch ohne die gewohnten Medikamente schubfrei.
Stillen ist eine besondere Form der Nähe, Bindung und Zuwendung zum neugeborenen Kind und für viele Frauen sehr wichtig. Die meisten Frauen mit Rheumatoider Arthritis können ihr Kind stillen. Für diese Zeit stehen entzündungshemmende Medikamente zur Verfügung, die nicht in die Muttermilch übergehen. Sollten sich die Symptome verschlimmern, kann kurzfristig Kortison in niedriger Dosierung helfen.
Halten Sie aber bei dieser und allen anderen Fragen unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt Rücksprache.
Tipp: Die Selbsthilfegruppe Deutsche Rheuma-Liga stellt weitere Informationen zu Schwangerschaft und Stillzeit bei Rheuma zur Verfügung. Sich zu informieren ist wichtig. Ein aufklärendes Gespräch mit dem Gynäkologen und Rheumatologen ersetzt es jedoch nicht.
Paare können sich ihren Kinderwunsch erfüllen, auch wenn ein Partner an Rheumatoider Arthritis erkrankt ist. Im Gespräch mit dem Arzt können Fragen zu Therapie, Zeitpunkt der Schwangerschaft und Stillen geklärt werden. |